Aktionen

Oktober 2020 – Türhängeraktion in U-Bahnen, Krankenhäusern und überall

Die aktuellen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst und im Nahverkehr sind für uns von hoher Relevanz. Gesellschaftsrelevante Bereiche werden seit Jahrzehnten unter Wert bezahlt. Wir kämpfen dafür, dass sich das ändert! Und eines muss dabei klar sein – die Antwort auf die Krise kann nur eine soziale und ökologische sein!

Deshalb starten wir gemeinsam mit der Klimabewegung eine Aktion, um zu verdeutlichen, dass die beiden Kämpfe zusammen gehören. Mit Türhängern, die beides auf Vorder- und Rückseite thematisieren, wollen wir die Stadt vollhängen. Um Aufmerksamkeit herzustellen, rufen wir dazu auf, sich beim Finden oder Verteilen der Türhänger zu fotografieren und unter dem Hashtag #SolidarityWillWin das Foto in sozialen Medien zu posten.

Zum nächsten Warnstreik aufgerufen aht ver.di am 19. & 20. Oktober. An diesen Tagen wollen wir mit unserer Aktion durch die öffentlichen Orte Berlins streifen um unsere Solidarität sichtbar zu machen. Aktuelle Infos rund um die Auseinandersetzungen und Streiks findet ihr unter https://unverzichtbar.verdi.de/.

Hier sind die beiden Texte und die Türhänger als Bild:

 

Geld für ÖPNV statt Lufthansa!
– Solidarität mit den ÖPNV-Beschäftigten im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen –

Wir brauchen einen Systemwandel. Wenn wir die Klimakrise noch verhindern wollen, ist das Auto ein Auslaufmodell. Als Alternative brauchen wir einen kostenlosen Öffentlichen Nahverkehr der massiv ausgebaut wird. Schluss mit langem Warten und überfüllten Ubahnen. Dafür müssen tausende neue Stellen entstehen. Doch schon heute gibt es zu wenig Menschen die sich Vorstellen können angesichts von belastenden Arbeitsbedingungen und einem Tarifflickenteppich z.B. Busfahrer*in zu werden.

Deshalb Solidarisieren wir uns als Klimabewegung mit den Kämpfen der ÖPNV- Beschäftigten nach besseren Arbeitsbedingungen und einem Bundesweit einheitlichen Tarifvertrag. Es kann nicht sein, dass Milliardengeschenke an Großkonzerne von gestern wie die Lufthansa verteilt werden, aber für die Zukunft kein Geld da ist.

 

Auch Superheld*innen müssen Miete zahlen!
– Solidarität mit den Gesundheitsbeschäftigten in der Tarifrunde im öffentlichen Dienst –

Das Klatschen am Anfang der Coronakrise für Menschen im Gesundheitswesen ist schon fast vergessen. Jetzt aber findet gerade der Kampf für besseren Lohn und Arbeitsbedingungen im Rahmen der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienste statt. Die Coronakrise hat gezeigt: vor allem Frauen* leisten gesellschaftlich relevante Arbeit und werden dafür unterdurchschnittlich bezahlt. Gleichzeitig schütten private Krankenhauskonzerne Milliardengewinne an ihre Aktionär*innen aus. Das muss ein Ende haben! Um den Pflegenotstand zu beenden braucht es mehr Zeit und mehr Geld für Pflege- und Sorgearbeit. Auch als Gesellschaft fordern wir deshalb eine materielle Aufwertung aller Care-Berufe und das heißt konkret: mindestens 500 Euro mehr!

Verteilt diesen Türhänger in der Stadt und postet ein Foto davon unter #Solidaritywillwin in den Sozialen Medien.
Lasst uns zeigen, dass ganz Berlin hinter den Forderungen der Beschäftigten steht.

Beteiligte Gruppen:
Bündnis Gesundheit statt Profite
Fridays For Future
Naturfreunde Berlin
Extinction Rebellion
Interventionistische Linke
Sand im Getriebe
350.org
Ende Gelände

 

 

29.09.2020 Aufruf zur Vorabendaktion zur Gesundheitsminister*innenkonferenz

Profite mit unserer Gesundheit? Nicht mit uns!

Wir haben ALLE ein Recht auf eine menschenwürdige Behandlung und gute Arbeitsbedingungen!

Am 30.09. & 01.10. soll die Gesundheitsminister*innenkonferenz – verspätet wegen Corona – in Berlin stattfinden. Wir rufen zu einer Vorabendaktion auf und fordern von den Minister*innen:

  • Verbindliche Vorgaben für genug Personal im Gesundheitswesen
  • Bedarfsgerechte Finanzierung statt Pauschalen
  • Ein Krankenhaus – eine Belegschaft
  • Gute Bezahlung, Anerkennung und geschlechtergerechte Verteilung von Pflege- und Sorgearbeit, ob privat oder professionell, statt Zementierung als Frauen – und Familienaufgabe!
  • Eine Verbesserung der Gesundheitsausbildung und der Arbeitsbedingungen für Gesundheitsprofessionelle weltweit statt Abwerbung von Fachkräften und Illegalisierung von Pflegekräften in privaten Haushalten!

Letztes Jahr haben wir den olympischen Brief übergeben, aber wenn die Politik nicht lesen kann, bekommt sie es jetzt zu hören. Nachdem wir am 12.05. zum Tag der Pflegenden und am 17.06. in einem großen, überregionalen gesundheitspolitischem Aktionstag bereits mit Sprechchören auf unsere Forderungen aufmerksam gemacht haben, werden wir auch dieses Mal laut sein und unsere Stimmen auf die Straßen tragen.

Folgendermaßen wird die Aktion ablaufen:

Auftaktkundgebung am 29.09.2020 um 17 Uhr am Dorothea-Schlegel-PLatz (S+U Friedrichstraße)

Fahrradkorso zum Hotel Bristol (Ort der am nächsten Tag startenden Gesundheitsminister*innenkonferenz)

Abschlusskundgebung ab 18.30 Uhr vor dem Hotel Bristol (Fasanenstraße 14)

Wir rufen alle Beschäftigte im Gesundheitswesen, pflegende Angehörige und Engagierte auf, sich verantwortungsbewusst zu beteiligen und mit Abstand zu demonstrieren. Wir wollen kein Klatschen, wir wollen solidarische Unterstützung für unsere Forderungen!!

Wir sind laut, bis ihr uns zuhört!

17.06. Aktionstag “Keine Profite mit unserer Gesundheit”

Am 17.06. hätten sich die Gesundheitsminister*innen urpsrünglich treffen sollen. Wegen der Coronakrise wurde ihr Treffen in den Herbst verschoben – wir waren trotzdem auf der Straße. Mit mehr als 2.000 Demonstrant*innen in einem Dutzend Städten waren wir laut für ein Gesundheitssystem ohne Profite.

12.05. – Tag der Pflegenden

Am 12.05., dem Tag der Pflegenden, waren wir in Berlin vor dem Bundesministerium für Gesundheit und haben mehr Zeit und Geld für Pflegende, die Abschaffung der DRGs und die Vergesellschaftung des Gesundheitswesens gefordert. Hier gibt es die Pressemitteilung, hier die Presseschau.